Lehre
Sächsischer Weiterbildungsverbund Psychiatrie und Psychotherapie (SWPP)
- Angebote
- Kooperationspartner
- Leitung
- Inhalte
- Dozenten
- Verbundpartner
- Programm des zweiten Weiterbildungszuges „Psychotherapie“
- Vorläufiges Programm des ersten Weiterbildungszuges des „Erweiterten Curriculums“
- Kosten
- Voraussetzungen für die Teilnahme
- Kontakt
Zur Erweiterung des Ausbildungsangebotes für Fachärzte und Fachärztinnen im Bereich Psychiatrie und Psychotherapie im Freistaat Sachsen schlossen sich im Frühjahr 2009 durch die Initiative des Universitätsklinikums Dresden, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie und mit Unterstützung der Sächsischen Landesärztekammer (SLÄK) elf psychiatrische Kliniken zu einem Verbund zusammen. Daraus entstand der „Weiterbildungsverbund Psychotherapie in der Psychiatrie“, dem derzeit 12 Kliniken angehören (Stand: Februar 2010).
Das Ziel dieses Verbundes ist eine qualitativ hochwertige und gleichzeitig kostengünstige Weiterbildung für sächsische Assistenzärztinnen und –ärzte in den Theoriemodulen, die zur Facharztreife Psychiatrie und Psychotherapie führen.
Bereits im Herbst 2009 startete in den Räumlichkeiten der Sächsischen Landesärztekammer mit insgesamt 14 Teilnehmern aus 8 sächsischen Kliniken der erste Weiterbildungszug des Moduls „Theorie der Psychotherapie“. Erste Seminarevaluationen ergaben eine hohe Zufriedenheit der TeilnehmerInnen sowohl mit den Inhalten als auch Rahmenbedingungen der theoretischen Ausbildungseinheiten.
Ab Herbst 2010 kann ein neues Modul, das erweiterte Curriculum „Therapieverfahren, Sozialpsychiatrie und standardisierte Befunderhebung“ mit Fallseminaren über die pharmakologischen und anderen somatischen Therapieverfahren und über praxisorientierte Sozialpsychiatrie über je 40 Stunden sowie ein Seminar über 10 Stunden „standardisierte Befunderhebung“ gemäß der aktuellen Weiterbildungsordnung angeboten werden, das etwa ein Jahr dauert und unabhängig vom Basis Curriculum „Psychotherapie“ besucht werden kann.
Im November 2010 beginnt der zweite Weiterbildungszug. Voraussetzungen für die Teilnahme sind:
- Assistenzarzttätigkeit mit dem Ziel der Facharztprüfung Psychiatrie und Psychotherapie (für Erwachsene)
- Beschäftigung an einer Klinik, die dem Sächsischen Weiterbildungsverbund angehört
- Assitenzarzttätigkeit in psychiatrischen Praxen oder ausserhalb Sachsens: Falls Plätze frei sein sollten, können auch auch diese Interessenten auf Nachfrage teilnehmen.
Gesellschaft für Wissens- und Technologietransfer (GWT-TUD): Drittmittelverwaltung, Vertragsgestaltung und juristische Beratung.
Carus Consilium Sachsen (CCS): Vernetzung von über 500 Partnern aus Forschung, Krankenversorgung, Gesundheitsvorsorge, Patientenvertretung sowie Wirtschaft und Politik zur Sicherstellung und Weiterentwicklung der sächsischen Gesundheitsversorgung.
Sächsische Landesärztekammer: Organisation, Logistik und Betreuung der Teilnehmer und Dozenten der Weiterbildungsveranstaltungen.
Der Sächsische Weiterbildungsverbund wird durch einen Beirat geleitet, der sich aus den Chefärzten der Mitgliedskliniken zusammen setzt und zwei Mal jährlich tagt.
Sprecher des Beirats ist Prof. Dr. Dr. Michael Bauer, der auch die wissenschaftliche und organisatorische Leitung gemeinsam mit Priv.-Doz. Dr. med. Burkhard Jabs sowie Dipl.-Psych. Dr. Ritter wahrnimmt.
A. Das Basis-Curriculum „Psychotherapie“ zielt auf die qualifizierte Vermittlung jener Bausteine ab, die von der Weiterbildungsordnung der Sächsischen Landesärztekammer vom 26.11.2005 unter der „Strukturierten Weiterbildung im speziellen Psychotherapie-Teil“ vorgegeben werden (siehe:
http://www.slaek.de/30weiterbi/10wb_ordnung/weiterbildungsordnung.pdf S. 30f).
√ 100 Stunden Theorie der Psychotherapie
- Grundlagen der Verhaltenstherapie
- Grundlagen der Psychoanalyse/Tiefenpsychotherapie
- affektive Störungen
- Techniken der psychologischen Gesprächsführung
- Entwicklungspsychologische Grundlagen; Störungen des Kinder- und Jugendalters
- Störungen des schizophrenen Formenkreises
- Angststörungen; Zwangsstörungen, PTBS und Anpassungsstörungen
- Abhängigkeitserkrankungen
- Dissoziative und somatoforme Störungen
- Spezifische Persönlichkeitsstörungen
- Essstörungen
- Psychische Störungen im Alter
Es beimhaltet weiterhin:
√ 10 Stunden Seminar bzgl. Krisenintervention, supportive Verfahren und Beratung
√ 10 Stunden Seminar in psychiatrisch-psychotherapeutischer Konsil- und Liaisonarbeit
√ Anleitung für die Durchführung der Progressiven Muskelrelaxation (PMR) nach Jacobsen (Die praktische Durchführung erfolgt in der Klinik/Praxis)
B. Inhalte des erweiterten Curriculums „Therapieverfahren und Sozialpsychiatrie“
(s. „Strukturierte Weiterbildung im allgemeinen Psychiatrie-Teil“ :
http://www.slaek.de/30weiterbi/10wb_ordnung/weiterbildungsordnung.pdf S. 30f).
40 Stunden Fallseminar über die pharmakologischen und anderen somatischen Therapieverfahren einschl. praktischer Anwendungen
40 Stunden praxisorientiertes Seminar über Sozialpsychiatrie einschl. somatischer, pharmakologischer und psychotherapeutischer Verfahren
10 Stunden Seminar über standardisierte Befunderhebung unter Anwendung von Fremd- und Selbstbeurteilungsskalen und Teilnahme an einem Fremdrater-
Seminar
C. Zusätzliches Angebot:
Vermittlung von
Supervisoren und IFA-/ Balintgruppenleitern
Vermittlung von Selbsterfahrungsleitern für:
√ 150 Stunden Einzel- oder Gruppenselbsterfahrung (im gleichen Verfahren wie die Therapiestunden)
Für das Basis-Curriculum „Psychotherapie“:
Komm. CA Dr. Barth, Klinikum Chemnitz gGmbH Krankenhaus Dresdner Straße, Dresdner Str. 178, 09131 Chemnitz
DP Rita Bauer, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie der Universität Regensburg, Universitätsstraße 84, 93053 Regensburg
DP Ina Beintner; TU Dresden, Klinische Psychologie und Psychotherapie, Chemnitzer Str. 46, D-01187 Dresden
CA Dr. Grampp, Fachkrankenhaus Hubertusburg gGmbH
04779 Wermsdorf
CA Dr. Peter Fuhr, Prof. Martin Siepmann, Karla Aust, Eckhard Thomsen, Ev. Fachkliniken Heidehof gGmbH,
Heidehof 1, 01689 Weinböla
DP Dr. Karin Hoff, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Universitätsklinikum Dresden, Fetscherstr. 74, 01307 Dresden
PD Dr. Burkhard Jabs, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Universitätsklinikum Dresden, Fetscherstr. 74, 01307 Dresden
DP Rolf A. Kromat, Quantzstr. 6, 14129 Berlin
DP Reiner Kroymann, Praxis für Psychotherapie und Psychiatrie
Liebigstr. 23, 01187 Dresden
DP Dr. Dirk Ritter, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Universitätsklinikum Dresden, Fetscherstr. 74, 01307 Dresden
DP Ursula Schiller, IVB Institut für Verhaltenstherapie Berlin, Hohenzollerndamm 125/126, 14199 Berlin
CA Dr. Wilfried Schöne, Radebeul, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Heinrich-Zille-Str. 13, 01445 Radebeul
Frau Dr. Jessika Weiß, Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und –psychotherapie, Universitätsklinikum Dresden, Goetheallee 12, 01309 Dresden
- Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus der TU Dresden
- St.-Marien-Krankenhaus Dresden
- Städtisches Krankenhaus Dresden-Neustadt
- Städtisches Krankenhaus Dresden-Friedrichstadt
- Evangelische Fachkliniken Heidehof gGmbH
- Klinikum Chemnitz gGmbH
- Sächsisches Krankenhaus für Psychiatrie und Neurologie Rodewisch
- ASKLEPIOS Fachklinikum Wiesen
- HELIOS Vogtland-Klinikum Plauen
- Sächsisches Krankenhaus für Psychiatrie und Neurologie Arnsdorf
- Sächsisches Krankenhaus Großschweidnitz
- Elblandkliniken Meißen GmbH & Co.KG Elblandklinikum Radebeul
7. Programm des zweiten Weiterbildungszuges „Psychotherapie“
Ort der Veranstaltungen: Sächsische Landesärztekammer, Schützenhöhe 16, 01099 Dresden; Tel.: 0351-8267-0
8. Vorläufiges Programm des ersten Weiterbildungszuges des „Erweiterten Curriculums“
Ort der Veranstaltungen: Sächsische Landesärztekammer, Schützenhöhe 16, 01099 Dresden; Tel.: 0351-8267-0
„40 Stunden Fallseminar über die pharmakologischen und anderen somatischen Therapieverfahren einschl. praktischer Anwendungen“
- Ansätze der psychiatrischen Diagnostik
- Allgemeines zur pharmakologischen Therapie (Pharmakokinetik und –dynamik, neuronale Wirkungsmechanismen, Prinzipien der Nebenwirkungen und Interaktionen, Bedeutung und Grenzen von TDM)
- Verhältnis von Psycho- und Pharmakotherapie, Störvariablen
Spezielle Therapie
- schizophrener Erkrankungen (Pharmakologie der Antipsychotika, Behandlungsresistenz, Rezidivprophylaxe, LZ-Behandlung)
- affektiver Erkrankungen (Pharmakologie der Antidepressiva und Phasenprophylaktik, Augmentationsstrategien, Behandlungsresistenz, EKT, rTMS, VNS, Lichttherapie etc.)
- Akuter exogener Psychosen (Intoxikationen, Drogen, M. Parkinson etc.)
- Demenzieller Erkrankungen, geistige Behinderungen
- Ess-, Angst-, Zwangsstörungen, Schlafstörungen, Störungen der Impulskontrolle, chronische Schmerzen
- Psychiatrische Notfallbehandlung
Die Teilnehmer bringen mindestens zwei Fälle aus verschiedenen Themenbereichen mit
„10 Stunden Seminar über standardisierte Befunderhebung unter Anwendung von Fremd- und Selbstbeurteilungsskalen und Teilnahme an einem Fremdrater-Seminar“
Theoretische Kenntnis sowie praktische Anwendung von
- Fremdbeurteilung des psychischen Befundes (AMDP, PSE, SCAN, SKID, CIDI…)
- Fremdbeurteilungsskalen spezifischer Syndrome (HAMA-A, HAMA-D, MADRS, MMST, BPRS, PANSS, Y-BOCS, BRMS etc.)
- Selbstbeurteilungsskalen: Befindlichkeit, Depression, Angst etc (BDI, …)
(Videobeispiele, Rollenspiele)
„40 Stunden praxisorientiertes Seminar über Sozialpsychiatrie einschl. somatischer, pharmakologischer und psychotherapeutischer Verfahren“
Theoretische Teile:
- Historischer Abriss zur Entwicklung der Sozialpsychiatrie
- Aktuelle Sozial- und gemeindepsychiatrische Versorgungsprinzipien
- Gemeindepsychiatrische Versorgungseinrichtungen (SPDi, KoBS, Tagesstätte,
- Betreute Wohnformen, Beschützte Arbeitsmöglichkeiten)
- Versorgungskoordination und diesbezügliche Modelle
- Psychiatrieplanung und –berichterstattung
- Die Finanzierung der Leistungsangebote/Gesundheitsökonomie
- Leitlinien psychosozialer Therapien
- Soziale Determinanten psychischer Störungen
- Sozialgesetzbücher/andere Rechtsgrundlagen
- Sozialmedizinische Beurteilungsgrundlagen zur Erwerbsfähigkeit bei psychischen
- Störungen
- Versorgungsforschung
- Menschenrecht(skonvention)e(n)
- Angehörige psychisch Kranker: von Belastungen bis zum Einbezug in Therapie bzw. Therapie für Angehörige
- Aufsuchende Arbeit (Beispiele: Durchführung von Hausbesuchen, ambulante
- Ergotherapie)
- Psychiatriekritik & Betroffenenperspektive
Praktische Teile:
- Exkursion zu SPDi, betreutem Wohnen, KoBS oder Tagesstätte
- Sozialpsychiatrische Fallvorstellungen und Falldiskussion durch die Teilnehmer bzw. in der Teilnehmerrunde
Die Teilnehmer bringen mindestens einen Fall mit sozialpsychiatrischen Fragestellungen mit.
Voraussichtliche Termine für das erweiterte Curriculum:
1. Kurs (10 h, Standardisierte Befunderhebung):
07./08.11.2010
2. Kurs (40h, Therapieverfahren und Sozialpsychiatrie):
14.05.-18.05.2011
3. Kurs (40h, Therapieverfahren und Sozialpsychiatrie):
08.10.-12.10.2011
Die Ausbildung wird auf zwei Wegen finanziert:
- durch Bezahlung der Dozentenvergütung, Raum- und Verpflegungskosten direkt an die Sächsische Landesärztekammer, derzeit 1.200,- EUR pro Ausbildungskandidat für die 120 Std. des Basis-Curriculums „Psychotherapie“ und zusätzlich 900,- EUR für die 90 Std. des erweiterten Curriculums. Erfahrungsgemäß wird dieser Betrag von den entsendenden Kliniken ganz oder teilweise übernommen bzw. rückerstattet, jedoch kann das Vorgehen individuell geregelt werden.
- durch den Beitrag, den jede Verbundklinik für den Organisationsaufwand an die GWT-TUD GmbH (Gesellschaft für Wissens- und Technologietransfer) pro Jahr zahlt, unabhängig von der Zahl der auszubildenden Assistenten. Die Summe beträgt dzt. 1.830,- EUR pro Jahr für das Basis-Curriculum und 3000,- EUR für beide Curricula.
10. Voraussetzungen für die Teilnahme
- Assistenzarzttätigkeit mit dem Ziel der Facharztprüfung Psychiatrie und Psychotherapie (für Erwachsene)
- Beschäftigung an einer Klinik, die dem Sächsischen Weiterbildungsverbund angehört
- Assistenzarzttätigkeit in psychiatrischen Praxen oder ausserhalb Sachsens: Falls Plätze frei sein sollten, können auch diese Interessenten auf Nachfrage teilnehmen.
Anmeldung und organisatorische Fragen:
Ingeborg Helmstedt
Klinik für Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie des
Universitätsklinikums Carl Gustav Carus der TU Dresden
Fetscherstraße 74, 01307 Dresden
Email: Ingeborg.Helmstedt@uniklinikum-dresden.de
Tel.: +49 (0)351 458-2032
Fax : +49 (0)351 458-4324
Ansprechpartnerin für Fragen um konkrete Abläufe der Weiterbildung in der Sächsischen Landesärztekammer:
Dipl.-Kff. Anja Treuter
Sachbearbeiterin Fortbildung
Sächsische Landesärztekammer
Körperschaft des öffentlichen Rechts
Referat Fortbildung
Hausanschrift: Schützenhöhe 16, 01099 Dresden
Postanschrift: Postfach 100465, 01074 Dresden
Tel.: +49 0351 8267-325
Fax: +49 0351 8267-322
E-Mail: fortbildung@slaek.de
http://www.slaek.de
Fragen um Beitritt und Mitgliedschaft im Weiterbildungsverbund:
PD Dr. med. Burkhard Jabs
Ltd. Oberarzt der
Klinik für Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie des
Universitätsklinikums Carl Gustav Carus der TU Dresden
Fetscherstraße 74, 01307 Dresden
Email: burkhard.jabs@uniklinikum-dresden.de
Tel.: +49 (0)351 458-5422
Fax : +49 (0)351 458-5396
Ansprechbar für Inhaltliche Fragen von Dozenten :
DP Dr. Dirk Ritter
Stellv. ltd. Psychologe
Universitätsklinikums Carl Gustav Carus der TU Dresden
Fetscherstraße 74, 01307 Dresden
Email: dirk.ritter@uniklinikum-dresden.de
Tel.: +49 (0)351 458-2032